Branding Anleitung

Employer Branding auf Social Media: Mitarbeiter gewinnen mit starkem Aufritt

Wie du auf Instagram, LinkedIn und Co. als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wirst und die besten Talente anziehst.

Patrick Bartsch · Co-Founder & Creative Director, publy.ch
Aktualisiert am 22. Mai 2026
Branding Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten Dauer: ca. 3 Stunden

Wie du auf Instagram, LinkedIn und Co. als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wirst und die besten Talente anziehst. Diese Schritt-fuer-Schritt-Anleitung ist speziell fuer Schweizer KMU und Selbststaendige geschrieben, die ohne Marketing-Agentur professionell auf Social Media auftreten moechten.

Was du brauchst

  • LinkedIn
  • Instagram
  • publy.ch
  • Canva

Schritt-fuer-Schritt-Anleitung

Folge diesen 7 Schritten und du hast eine fundierte Grundlage fuer deinen Erfolg auf Branding.

1

Arbeitgeberversprechen definieren

Beantworte: Warum sollte jemand bei dir arbeiten statt bei der Konkurrenz? Flexible Arbeitszeiten, Entwicklungsmöglichkeiten, Team-Spirit, Purpose? Diese Antwort ist dein EVP (Employer Value Proposition).

2

Mitarbeiter als Botschafter einbinden

Frage Teammitglieder, ob sie über ihre Arbeit posten möchten. Authentische Mitarbeiter-Posts performen deutlich besser als gestellt wirkende Unternehmenscontent. Stelle Tools und Zeit zur Verfügung.

3

Hinter-die-Kulissen-Content erstellen

Zeige den Arbeitsalltag: Meetings, Teamessen, Arbeitsbereiche, Projekte im Entstehen. Menschen bewerben sich bei Unternehmen, denen sie sich menschlich nahe fühlen.

4

Karriere-Highlight auf Instagram

Erstelle ein eigenes Story-Highlight 'Jobs' oder 'Team', wo du Stellenangebote, Teamvorstellungen und Bewerbungsprozesse dauerhaft sammelst.

5

LinkedIn-Unternehmensseite für Recruiting nutzen

Veröffentliche regelmäßig Mitarbeiterinterviews, Einblicke in Projekte und Learnings aus der Unternehmensgeschichte. LinkedIn-Nutzer sind aktiv auf Jobsuche — dein Content wird gesehen.

6

Stellenanzeigen als Content aufbereiten

Stelle Stellen nicht nur als trockene Textanzeige ein, sondern als Grafik mit den wichtigsten Vorteilen, einem Teamfoto und einem direkten Kontakt. Das erzielt deutlich mehr Reaktionen.

7

Bewerbungsprozess transparent machen

Poste, wie dein Bewerbungsprozess abläuft: Wie viele Schritte? Wie schnell erhält man eine Antwort? Transparenz reduziert Hemmungen und steigert die Bewerbungsrate.

Tipps fuer den Erfolg

  • Nutze auf LinkedIn den 'Jobs'-Button auf deiner Unternehmensseite — so erscheinen deine Stellen in der LinkedIn-Jobsuche kostenlos.
  • Videos performen beim Employer Branding am besten — ein 60-Sekunden-Teamvideo sagt mehr als zehn Texte.
  • Employer Branding ist ein Langzeitspiel. Beginne heute, auch wenn du gerade keine offenen Stellen hast.

Haeufige Fehler und wie du sie vermeidest

Die meisten Anfaenger auf Branding machen dieselben Fehler. Mit dieser Anleitung weisst du, wie du sie von Anfang an vermeidest und schneller Ergebnisse erzielst.

  • Unregelmässiges Vorgehen: Social Media erfordert Konsistenz. Setze dir einen realistischen Rhythmus und halte ihn ein.
  • Zu viel auf einmal: Beginne mit einem Kanal und mache ihn richtig, bevor du weitere Plattformen hinzufuegst.
  • Fehlende Zielgruppenkenntnis: Weisst du, wer deine Kunden sind und was sie beschaeftigt? Diese Anleitung hilft dir, Content zu erstellen, der genau diese Menschen anspricht.

Haeufige Fragen

Lohnt sich Employer Branding für KMU mit 5–20 Mitarbeitern?

Absolut. Gerade kleine Unternehmen profitieren enorm, da sie oft besondere Vorteile bieten (Nähe zur Geschäftsleitung, Flexibilität, Verantwortung), die große Konzerne nicht haben.

Wie motiviere ich Mitarbeiter, über das Unternehmen zu posten?

Nie erzwingen. Biete Anreize, stelle einfache Tools bereit und gib Inhalte vor (z. B. Briefing mit Foto und Text-Vorlage). Freiwillige Teilnahme erzeugt authentischen Content.

Was poste ich, wenn keine neuen Stellen offen sind?

Team-Vorstellungen, Projekteinblicke, Mitarbeiter-Milestones (Jubiläen, Beförderungen), Unternehmenskultur-Momente. Employer Branding braucht keine offene Stelle als Aufhänger.