Branchen-Lösung

Social Media für Notariate (Schweiz)

Mandanten gewinnen durch fundierte Aufklärung zu CH-spezifischen Themen, von Erbrecht über Eheverträge bis zu Liegenschaftsgeschäften.

Made in Switzerland · 3 Tage kostenlos testen
Patrick Bartsch · Co-Founder & Creative Director, publy.ch
Aktualisiert am 1. April 2026

Empfohlene Plattformen

LinkedInFacebookInstagram
Daten zur Branche
KennzahlWertQuelle
Klientinnen unter 50, die sich vor dem Notartermin online informieren79 %Schweizerischer Notarenverband (SNV)
Davon Auswahl primär nach Online-Präsenz und Kundenrezensionen34 %Schweizerischer Notarenverband (SNV)

Warum brauchen Notariate Social Media?

Das Schweizer Notariat ist föderal organisiert und kantonal höchst unterschiedlich strukturiert: In Zürich, Bern und Luzern dominieren Amtsnotariate (öffentlich-rechtlich), in der Westschweiz und im Tessin freie Notare (privatrechtlich), in vielen Kantonen Mischsysteme. Diese Komplexität verstehen die wenigsten Bürger, und genau hier liegt die Chance: Wer als Notar oder Notariat aktiv aufklärt, gewinnt Mandate.

Eine Untersuchung des Schweizerischen Notarenverbands (SNV) zeigt: 79% der Klientinnen unter 50 informieren sich vor dem Notartermin online, und 34% wählen ihren Notar primär nach Online-Präsenz und Kundenrezensionen aus. Für freie Notare in Kantonen wie Genf, Waadt, Wallis oder Tessin ist Social Media damit zum entscheidenden Akquise-Kanal geworden. Aber auch Amtsnotariate profitieren, über höheres Vertrauen, bessere Vorbereitung der Mandantinnen und reduzierte Beratungsintensität bei Routinefragen.

Hinzu kommt der demografische Wandel: Die grosse Erbgeneration (Babyboomer) gibt in den nächsten 20 Jahren rund CHF 95 Milliarden in der Schweiz weiter. Erbrecht, Erbverträge und vorzeitige Erbregelungen werden Mega-Themen. Wer hier digital sichtbar ist, gewinnt Mandate.

Welche Plattformen eignen sich für Notariate?

LinkedIn ist die wichtigste Plattform für Notare. Hier finden sich Geschäftsführer, KMU-Inhaberinnen, Liegenschaftseigentümer und Erblasser. Die Kernzielgruppen. Sachliche Posts zu Erbrecht, Eheverträgen, Vermögensplanung und Gesellschaftsgründungen positionieren als kompetente Fachperson.

Facebook bleibt für die Generation 50+, und damit für Erbrechts-Themen, extrem relevant. In ländlichen Regionen und kleineren Städten ist Facebook für Notariate oft der wichtigste Sichtbarkeits-Kanal.

Instagram wird für moderne, jüngere Notariate zunehmend interessant. Gerade bei Themen wie Konkubinatsverträge, Eheverträge bei Patchwork-Familien oder Eigenheim-Kauf für junge Familien. Carousel-Posts mit Aufklärung funktionieren überraschend gut.

Content-Ideen für Notariate

  • Erbrecht-Basics: Pflichtteil, Verfügungsfreiheit, Erbverträge. Das neue Erbrecht 2023 hat vieles geändert. Aufklärung dringend nötig.
  • Ehe vs. Konkubinat vs. Eingetragene Partnerschaft: Welche Vertragsform passt? Welche Konsequenzen hat welche Wahl?
  • Liegenschaftskauf-Ablauf: Der notarielle Kaufvertrag, Schuldbrief-Eintrag, Grundbuchamt. Schritt für Schritt erklärt.
  • Gesellschaftsgründung kompakt: GmbH-Gründung, Statutenänderungen, Kapitalerhöhungen. Was wird notariell beurkundet?
  • Vorsorge-Auftrag: Seit Erwachsenenschutzrecht 2013 möglich, viele wissen nicht, dass es so etwas gibt.
  • Ehe- und Erbvertrag kombinieren: Bei Patchwork-Familien essentielle Kombination, sehr starkes Beratungsthema.
  • Kantonale Besonderheiten: "Was ist anders im Wallis vs. Genf?", föderale Komplexität entwirren.
  • Stichtage und Fristen: Erbschaftsausschlagung (3 Monate), Pflichtteilsklage (1 Jahr). Fristkritische Themen.
  • Kosten-Transparenz: "Was kostet ein Erbvertrag?", "Notarkosten beim Hauskauf in Bern". Konkrete Zahlen wirken Vertrauen.

Best Practices für Notariate auf Social Media

  • Berufsgeheimnis ist absolut: Niemals Mandatenfälle, auch nicht anonymisiert, posten. Allgemeine Aufklärung statt Fall-Beschreibung.
  • Kantonale Unterschiede kommunizieren: Notarrecht ist kantonal, was in Zürich gilt, gilt nicht in Genf. Immer Kanton spezifizieren.
  • Aktualität sicherstellen: Erbrecht 2023, neues Aktienrecht 2023, GmbH-Anpassungen. Bei Gesetzesänderungen sofort posten.
  • Sachlich-seriöser Tonfall: Notariat ist Vertrauensgeschäft. Tonfall muss kompetent und seriös bleiben, nicht "kumpelhaft".
  • Quellen angeben: Bei Verweisen auf ZGB, OR oder kantonale Gesetze immer mit Artikelnummer.
  • Verbands-Mitgliedschaft prominent: SNV-Mitgliedschaft schafft Vertrauen, gehört in Bio.

Häufige Fehler bei Notariaten

  • Konkrete Mandanten-Beratung im Kommentar: "Wie soll ich meinen Erbvertrag gestalten?" gehört in eine entgeltliche Beratung.
  • Veraltete Inhalte: Posts zu altem Erbrecht (vor 2023) oder altem GmbH-Recht (vor 2023) verwirren mehr als sie helfen.
  • Zu juristisch: "Pflichtteilsverletzung gemäss Art. 522 ZGB" sagt Bürgern nichts. Übersetze in Alltagssprache.
  • Politische Einordnungen: Gesetzesänderungen sachlich kommentieren, nicht politisch positionieren.
  • Vernachlässigung des Persönlichen: Notare sind Personen, keine anonymen Institutionen. Stelle dein Team vor.

Notariate und KI-Content-Erstellung mit publy.ch

Notariate haben einen klaren Bedarf: regelmässige, fundierte Aufklärung. Aber wenig Zeit für Content-Produktion. publy.ch ermöglicht es, in 5 Minuten professionelle Posts im Notariats-Design zu erstellen, die sachlich-seriös wirken und zur Kanzlei passen.

Vorlagen für wiederkehrende Themen wie "Erbrecht-Basics", "Stichtag-Reminder" oder "Gesetzesänderung erklärt" lassen sich einmal anlegen und immer wieder schnell befüllen. So baust du als Notariat eine kontinuierliche Sichtbarkeit auf, die langfristig zu Mandaten führt. Gerade in den wachstumsstarken Bereichen Erbrecht, Vorsorge-Auftrag und Eigenheim-Beratung.