Planung

Redaktionsplan

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Patrick Bartsch · Co-Founder & Creative Director, publy.ch
Aktualisiert am 1. Januar 2026

Redaktionsplan — Ein Planungsdokument, das festlegt, welcher Inhalt wann, in welchem Format und auf welchem Kanal veröffentlicht wird — inklusive Status und Verantwortlichkeit.

Was ist ein Redaktionsplan?

Redaktionsplan Definition: Ein Redaktionsplan ist ein Planungsdokument, das verbindlich festlegt, welcher Inhalt wann, in welchem Format und auf welchem Kanal veröffentlicht wird — inklusive Bearbeitungsstatus und Verantwortlichkeit. Das Konzept stammt aus dem Journalismus, wo Redaktionen damit Ausgaben und Themen koordinieren, und ist heute das zentrale Steuerungsinstrument im Content- und Social-Media-Marketing. Statt spontan und reaktiv zu posten, arbeitest du mit einem Redaktionsplan strukturiert auf definierte Themen und Termine hin.

Gerade für KMU ohne eigenes Marketing-Team ist der Redaktionsplan der Unterschied zwischen «wir posten, wenn gerade Zeit bleibt» und einem verlässlichen, konsistenten Auftritt. Er beantwortet die drei Fragen, die sonst jede Woche neu Energie kosten, im Voraus: Was posten wir? Wann posten wir? Wer macht es? Die enge Verwandtschaft zum Content Kalender ist kein Zufall — der Kalender ist die visuelle Darstellungsform des Redaktionsplans.

Was gehört in einen Redaktionsplan? Die 6 Bestandteile

Ein brauchbarer Redaktionsplan braucht keine 20 Spalten. Diese sechs Angaben reichen für die meisten KMU:

  • Datum und Uhrzeit — Wann erscheint der Beitrag? Idealerweise basierend auf den aktiven Zeiten deiner Zielgruppe.
  • Kanal — Instagram, LinkedIn, Facebook, Newsletter, Blog oder Google Business Profile.
  • Format — Post, Carousel, Reel, Story, Artikel oder Newsletter-Ausgabe.
  • Thema — Worum geht es? Idealerweise einem deiner Content Pillars zugeordnet.
  • Status — Idee, in Arbeit, Review, geplant, veröffentlicht. Der Status macht Engpässe sichtbar, bevor Lücken im Feed entstehen.
  • Verantwortlich — Wer erstellt, wer gibt frei, wer publiziert? Auch im Einpersonenbetrieb sinnvoll, sobald externe Partner beteiligt sind.

Redaktionsplan, Contentplan, Redaktionskalender — was ist der Unterschied?

Die Begriffe werden oft synonym verwendet, meinen aber unterschiedliche Flughöhen:

  • Contentplan (strategische Ebene): legt fest, welche Themen, Formate und Kanäle grundsätzlich bespielt werden und warum — abgeleitet aus der Social Media Strategie. Zeithorizont: Quartal bis Jahr.
  • Redaktionsplan (operative Ebene): übersetzt den Contentplan in konkrete Beiträge mit Datum, Kanal, Format, Status und Verantwortlichkeit. Zeithorizont: zwei Wochen bis drei Monate.
  • Redaktionskalender / Content Kalender: die Kalenderansicht des Redaktionsplans — dasselbe Werkzeug, nur visuell nach Datum organisiert statt als Tabelle.

Kurz gesagt: Der Contentplan beantwortet «was und warum», der Redaktionsplan «wann, wo und wer».

Warum sich ein Redaktionsplan für KMU lohnt

  • Konsistenz statt Lücken — Regelmässiges Posten ist das wichtigste Signal an Algorithmus und Community. Ein Plan verhindert die typischen Funklöcher nach stressigen Wochen.
  • Batch-Arbeit wird möglich — Wer Themen im Voraus kennt, kann Inhalte gebündelt produzieren (Batch Content Creation) statt täglich bei null zu starten.
  • Saisonales rechtzeitig einplanen — Weihnachtsaktion, Sommerferien, Messeauftritt: Was im Plan steht, wird nicht erst am Vortag improvisiert.
  • Delegierbar — Mit klaren Status- und Verantwortlichkeitsangaben können Aufgaben an Teammitglieder oder externe Partner übergeben werden, ohne dass etwas untergeht.
  • Weniger Entscheidungsstress — Die Frage «was poste ich heute?» ist die häufigste Ursache für aufgeschobenes Marketing. Der Plan beantwortet sie im Voraus.

Social Media Redaktionsplan erstellen — in 5 Schritten

  1. Kanäle und Frequenz festlegen — Realistisch bleiben: 3 gute Posts pro Woche schlagen 7 geplante, von denen 4 ausfallen.
  2. Content Pillars definieren — 3-5 wiederkehrende Themensäulen, aus denen sich Beitragsideen fast von selbst ergeben.
  3. Grundraster bauen — Feste Slots pro Woche vergeben, z. B. Montag Tipp, Mittwoch Behind-the-Scenes, Freitag Angebot.
  4. Themen und Termine einsetzen — Saisonale Anlässe, Aktionen und Feiertage zuerst, dann die Slots mit Pillar-Themen füllen. Rund 20 Prozent frei lassen für Spontanes.
  5. Produktion und Review takten — Wöchentlich einen festen Block für Erstellung und Freigabe reservieren, dann per Tool vorausplanen statt manuell posten.

Häufige Fragen

Was ist ein Redaktionsplan einfach erklärt?

Ein Redaktionsplan ist eine Übersicht, die festlegt, welcher Inhalt wann, in welchem Format und auf welchem Kanal veröffentlicht wird — und wer dafür verantwortlich ist. Er sorgt dafür, dass Social Media, Blog und Newsletter regelmässig und geplant bespielt werden statt spontan und lückenhaft.

Was gehört in einen Social Media Redaktionsplan?

Sechs Angaben pro Beitrag: Datum, Kanal, Format, Thema, Status und Verantwortlichkeit. Viele KMU ergänzen zusätzlich Caption, Hashtags und das fertige Visual, damit der Beitrag zum geplanten Termin nur noch freigegeben werden muss.

Welches Tool eignet sich für einen Redaktionsplan?

Für den Start reichen Excel, Google Sheets oder Notion völlig aus. Sobald mehrere Kanäle oder Personen beteiligt sind, spart ein Tool mit integriertem Kalender und Direktveröffentlichung wie publy.ch deutlich Zeit — geplant wird per Drag-and-Drop, publiziert automatisch.

Wie weit im Voraus sollte ein Redaktionsplan reichen?

Bewährt hat sich die Faustregel: zwei Wochen im Detail, drei Monate grob. Wer weiter im Voraus fixiert, verliert die Flexibilität, auf aktuelle Themen und Trends zu reagieren — deshalb rund 20 Prozent der Slots bewusst frei lassen.

Redaktionsplan mit publy.ch führen

publy.ch verbindet Redaktionsplan und Content-Produktion in einem Tool: Der integrierte Social-Media-Kalender zeigt alle geplanten Beiträge pro Kanal, die KI erstellt für jeden Slot Bild und Text im eigenen Markenstil, und veröffentlicht wird direkt auf Instagram, Facebook und LinkedIn. So wird aus dem Plan-Dokument ein durchgehender Arbeitsablauf — 3 Tage kostenlos testbar. Konkrete Vorlagen findest du im Eintrag Content Calendar Vorlage.