Warum ohne Messung alles Glaube ist
Für die klassische Suche gibt es die Search Console, für KI-Antworten gibt es kein offizielles Gegenstück: Kein Anbieter zeigt dir, wie oft du in Antworten vorkommst. Wer seine KI-Sichtbarkeit kennen will, muss sie selbst erheben, und das geht nur über wiederholte, identische Testfragen. Ohne diese Basis ist jede GEO-Massnahme ein Schuss ins Dunkle, mit ihr wird aus dem Thema ein normaler Regelkreis: messen, Lücke finden, Inhalt bauen, wieder messen.
Das Verfahren in vier Schritten
Keine Keywords, sondern Fragen, wie sie deine Kundschaft einer KI stellt: Wer macht X in Region Y? Was kostet Z? Die Fragen bleiben über Monate identisch, sonst misst du Äpfel gegen Birnen.
ChatGPT, Perplexity, Gemini und Claude decken die wichtigsten Antwortmaschinen ab. Immer dieselben, immer ohne eingeloggten Verlauf, damit keine Personalisierung das Bild verzerrt.
Jede Frage an jede Engine, dann zählen: In wie vielen der 20 Antworten kommt dein Unternehmen vor? Notiere auch, wer stattdessen genannt wird, das sind deine Mitbewerber um die Antwort.
Fehlst du bei lokalen Fragen, liegt es meist an Google-Profil und Bewertungen. Fehlst du bei Fachfragen, fehlen Seiten, die genau diese Frage direkt beantworten.
Den Score richtig lesen
| Erwähnungen | Einordnung | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| 0 bis 5 | Der Normalfall zum Start: die meisten KMU beginnen hier | Google-Profil komplettieren, erste Antwortseiten bauen |
| 6 bis 10 | Solide Basis, einzelne Fragen sind besetzt | Die Fragen mit null Erwähnungen gezielt mit Inhalten angehen |
| über 10 | Stark: du bist Teil der KI-Antworten | Halten, laufend messen, weitere Fragen ins Set aufnehmen |
Der Score ist ein Kompass, kein Pokal: Sein Zweck ist der Vergleich mit dem Vormonat und die Zuordnung, welche Frage bei welcher Engine offen ist. Eine einzelne Messung sagt wenig, die Kurve über sechs Monate sagt alles.
Die vier häufigsten Messfehler
- Nur einmal messen: KI-Antworten schwanken, erst die Wiederholung macht sie vergleichbar
- Nur eine Engine prüfen: Wer nur ChatGPT fragt, übersieht, dass Perplexity und Gemini andere Quellen gewichten
- Generische Fragen stellen: Bei bester Anbieter weltweit chancenlos zu sein, sagt nichts. Spezifische, lokale Fragen sind die, die Anfragen bringen
- Eingeloggt und mit Verlauf messen: Personalisierte Antworten kennen dich bereits und schmeicheln dem Ergebnis
Von Hand oder automatisch
Von Hand kostet die Messung eine gute Stunde pro Monat, und sie ist die erste Routine, die im Alltag kippt. publy automatisiert genau dieses Verfahren: Die 5 Fragen entstehen aus deiner Website, gehen an die 4 Engines, und aus den 20 Antworten wird dein KI-Sichtbarkeits-Score, laufend überwacht statt einmal gemessen. Wo du fehlst, schreibt publy gezielt Inhalte gegen die Lücke, direkt in dein CMS oder auf deinen Blog. Der erste Score ist Teil des Gratis-Scans bei der Anmeldung.
Häufige Fragen dazu
Gibt es ein offizielles Tool von OpenAI oder Google dafür?
Nein. Keiner der Anbieter zeigt Unternehmen, wie oft sie in Antworten vorkommen. Die Messung über eigene, wiederholte Testfragen ist derzeit der einzige gangbare Weg, ob von Hand oder automatisiert.
Wie oft sollte ich messen?
Monatlich ist der gute Rhythmus: häufig genug, um Wirkung von Inhalten zu sehen, selten genug, um das Schwanken einzelner Antworten nicht überzuinterpretieren. Wichtig ist die Regelmässigkeit, nicht die Frequenz.
Meine Ergebnisse schwanken stark. Ist die Messung kaputt?
Nein, das ist die Natur der Sache: KI-Antworten sind nicht deterministisch, dieselbe Frage kann heute anders ausfallen als morgen. Deshalb zählt der Trend über mehrere Messungen, nicht der einzelne Wert, und deshalb misst man 20 Antworten statt einer.
Was bringt mir zu wissen, wer statt mir genannt wird?
Viel: Die genannten Mitbewerber zeigen, was die Engine als Beleg akzeptiert hat. Deren Bewertungsprofil, Antwortseiten und Verzeichniseinträge sind die konkrete Messlatte, an der du deine Lücken abliest.
Mehr zum Modul dahinter: KI-Sichtbarkeit und Blog bei publy.