Was die Datei ist, und was nicht
Die Idee dahinter ist simpel: Eine Website ist für Maschinen voller Ballast (Navigation, Cookie-Banner, Skripte), und ein KI-System, das in Sekunden eine Antwort bauen soll, hat wenig Zeit zum Suchen. Die llms.txt ist die Abkürzung: eine handverlesene, maschinenfreundliche Übersicht der Seiten, die zählen, mit einer Zeile Kontext zu jeder.
| Datei | Zielgruppe | Sagt |
|---|---|---|
| robots.txt | Crawler aller Art | Was NICHT gelesen werden soll |
| sitemap.xml | Suchmaschinen | Welche Seiten es alle gibt, ohne Gewichtung |
| llms.txt | KI-Systeme | Welche Seiten wichtig sind, und warum, in Worten |
Was hineingehört
Das Format nach llmstxt.org ist bewusst schlicht: Markdown, beginnend mit dem Namen als Überschrift, einem Kurzbeschrieb und danach Listen von Links mit je einer Zeile Erklärung.
- Titel: der Firmenname als Markdown-Überschrift
- Kurzbeschrieb: zwei, drei Sätze, was das Unternehmen für wen tut, mit Ort
- Die wichtigen Seiten: Angebot, Leistungen, Preise, Antwortseiten, je mit einem erklärenden Halbsatz
- Optional ein Abschnitt für Sekundäres, das KIs bei Bedarf lesen können
In vier Schritten zur eigenen llms.txt
Nicht alle Seiten, die besten: die, die Kundenfragen beantworten und dein Angebot erklären. Kuratieren ist der Sinn der Übung.
Überschrift, Kurzbeschrieb, Linkliste mit Kontextzeilen. Eine normale Textdatei, kein Werkzeug nötig.
Ins Hauptverzeichnis der Website, direkt unter der Domain erreichbar. Kurz im Browser prüfen, ob sie lädt.
Neue Angebote, neue Antwortseiten, geänderte Preise: Die Datei gehört zur Pflege der Website dazu, sonst weist der Wegweiser ins Leere.
Die ehrliche Einordnung
Die llms.txt ist eine Wette, kein Hebel mit Garantie: Sie ist kein offizieller Standard, und die grossen KI-Anbieter haben sich nicht verpflichtet, sie auszuwerten. Was für sie spricht: Der Aufwand ist minimal, schaden kann sie nicht, und sie zwingt dich zur nützlichsten Übung überhaupt, nämlich die eigenen Inhalte aus Sicht einer fragenden Maschine zu ordnen. Wer nur eine Stunde für KI-Sichtbarkeit hat, steckt sie allerdings besser in eine Seite, die eine echte Kundenfrage direkt beantwortet.
Ob es wirkt, zeigt nur die Messung
Ob deine Inhalte bei den KIs ankommen, misst du nicht an der Datei, sondern an den Antworten: dieselben Kundenfragen regelmässig an mehrere Engines stellen und zählen, wie oft du vorkommst. publy macht das automatisch: 5 aus deiner Website generierte Fragen an 4 Engines ergeben 20 Antworten und daraus deinen KI-Sichtbarkeits-Score, laufend überwacht. Wo du fehlst, schreibt publy gezielt Inhalte gegen die Lücke. Den ersten Score gibt es gratis beim Scan zur Anmeldung.
Häufige Fragen dazu
Ist die llms.txt Pflicht oder ein Rankingfaktor?
Weder noch: Sie ist ein freiwilliger Community-Vorschlag von llmstxt.org, kein Standard und kein bestätigter Faktor bei Google oder den KI-Anbietern. Sie ist eine günstige Ergänzung, kein Ersatz für gute Inhalte.
Was ist der Unterschied zwischen llms.txt und robots.txt?
Die Richtung: robots.txt verbietet, llms.txt empfiehlt. Die robots.txt sagt Crawlern, was sie nicht lesen sollen. Die llms.txt sagt KI-Systemen, welche Seiten die wichtigen sind und was sie enthalten. Die beiden ersetzen sich nicht, sie ergänzen sich.
Kann ich mit der llms.txt KI-Crawler aussperren?
Nein, dafür ist sie nicht gedacht. Wer KI-Crawlern den Zugriff verwehren will, tut das über die robots.txt mit den jeweiligen Crawler-Namen der Anbieter. Die llms.txt macht das Gegenteil: Sie lädt ein und ordnet.
Braucht ein kleines KMU mit fünf Seiten Website eine llms.txt?
Der Nutzen ist dort am kleinsten, weil fünf Seiten auch ohne Wegweiser überschaubar sind. Schaden tut sie nicht, und in 30 Minuten ist sie geschrieben. Zuerst sollten aber die fünf Seiten selbst Kundenfragen direkt beantworten, das wiegt um ein Vielfaches mehr.
Mehr zum Modul dahinter: KI-Sichtbarkeit und Blog bei publy.