Was Google entfernt, und was nicht
Google entfernt Bewertungen nicht, weil sie unfair, übertrieben oder geschäftsschädigend wirken, sondern nur bei einem Verstoss gegen die eigenen Inhaltsrichtlinien. Die wichtigsten Fälle:
- Kein Kundenbezug: Die Person war nachweislich nie Kundin oder Gast
- Beleidigung, Hassrede, Drohung oder obszöne Sprache
- Interessenkonflikt: Bewertungen von Mitbewerbern, Ex-Mitarbeitenden im Streit oder über den eigenen Betrieb
- Spam und Fake: kopierte Texte, mehrfach identische Bewertungen, offensichtlich gekaufte Negativbewertungen
- Verwechslung: Die Bewertung meint erkennbar einen anderen Betrieb
- Werbung oder Links im Bewertungstext
Der Meldeweg in vier Schritten
Im Google-Unternehmensprofil bei der Bewertung die Meldung starten und den passenden Verstoss auswählen. Präzise wählen: Die falsche Kategorie ist der häufigste Grund für Ablehnungen.
Kundenliste geprüft? Kein Vorgang auffindbar? Halte fest, warum kein Kundenkontakt bestand. Das hilft bei der zweiten Runde.
Google bietet im Unternehmensprofil ein Werkzeug, um gemeldete Bewertungen und ihren Status einzusehen. Die Prüfung dauert typischerweise Tage bis Wochen.
Nach einer Ablehnung lässt sich in vielen Fällen eine erneute Prüfung anstossen. Bleibt die Bewertung stehen, antworte öffentlich mit einem Satz, der den fehlenden Bezug feststellt.
Realistische Chancen je Fall
| Fall | Chance auf Entfernung | Was du parallel tust |
|---|---|---|
| Beleidigung, Hassrede | Gut, klarer Richtlinienverstoss | Melden, nicht spiegeln, nicht zitieren |
| Kein erkennbarer Kundenkontakt | Mittel, schwer beweisbar | Melden und öffentlich die Zuordnung anzweifeln |
| 1 Stern ohne Text | Klein, verstösst für sich nicht gegen Richtlinien | Sachlich antworten und um Kontakt bitten |
| Harte, aber echte Kritik | Keine, das ist gedeckte Meinungsäusserung | Antworten, Problem lösen, Ausgang ergänzen |
| Erpressung: Löschung gegen Geld | Gut, zusätzlich dokumentieren | Nie zahlen, alles sichern, melden |
Die bessere Verteidigung: ein gepflegtes Profil
Die wirksamste Antwort auf eine schlechte Bewertung, die stehen bleibt, sind zwanzig gute, aktuelle daneben und eine souveräne Inhaberantwort darunter. Mit publy laufen alle Bewertungen in einen Eingang, zu jeder liegen Antwortvorschläge in deinem Ton bereit, und die Automatik beantwortet ausschliesslich 4- und 5-Sterne-Bewertungen ohne Negativsignal. So bleibt kein Lob unbeantwortet, und für die heiklen Fälle hast du den Kopf frei.
Häufige Fragen dazu
Wie lange dauert es, bis Google eine gemeldete Bewertung prüft?
Typischerweise einige Tage bis Wochen, eine Garantie gibt es nicht. Die Prüfung läuft weitgehend automatisiert, weshalb die richtige Verstoss-Kategorie bei der Meldung wichtiger ist als eine lange Begründung.
Kann ich rechtlich gegen eine Bewertung vorgehen?
Bei falschen Tatsachenbehauptungen oder Ehrverletzung ja, in der Schweiz etwa über den Persönlichkeitsschutz. Das ist der Weg für schwere Fälle mit Anwalt, nicht für den Ärger über drei Sterne. Vorher lohnt sich immer die Meldung über das Profil.
Verschwindet die Bewertung, wenn ich mein Profil lösche?
Nein, dieser Weg funktioniert nicht: Der Eintrag zu deinem Betrieb bleibt mit seinen Bewertungen bestehen, du verlierst nur die Kontrolle darüber. Ein aufgegebenes Profil ist die schlechteste aller Optionen.
Sollte ich auf eine gemeldete Bewertung trotzdem antworten?
Warte zuerst kurz auf den Ausgang der Meldung: Wird die Bewertung entfernt, verschwindet deine Antwort mit. Bleibt sie stehen, antworte sachlich mit einem Satz, der für Mitlesende den fehlenden Bezug oder deine Sicht festhält.
Mehr zum Modul dahinter: Google Bewertungen bei publy.