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Wie erstelle ich KI-Bilder für Social Media?

Die kurze Antwort

KI-Bilder entstehen aus einer Textbeschreibung (Prompt) in einem Bildmodell. Für Social Media entscheiden drei Dinge über brauchbar oder peinlich: dein Branding im Bild statt generischer KI-Optik, das richtige Format pro Kanal, und Text als eigene Ebene statt ins Bild gebrannt. Aktuelle Modelle liefern Auflösungen bis 4K, genug für Social, Web und Druck. Der Begriff wird in der Schweiz rund 5'400 Mal pro Monat gesucht, das Interesse ist also längst im Alltag angekommen.

DKDario Kunz, Co-Founder und Tech Lead Aktualisiert am 8. September 2026
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Der Prompt: vier Angaben statt Prosa

Ein brauchbarer Bild-Prompt ist keine Kunst, sondern eine Checkliste. Der häufigste Anfängerfehler ist Prosa: ein langer, blumiger Absatz, der dem Modell viel Stimmung und wenig Konkretes gibt. Das Ergebnis sieht dann aus wie das Innere eines Stockfoto-Katalogs, hübsch und beliebig. Besser fährt, wer dem Modell vier klare Angaben macht und alles Übrige weglässt. Vier Angaben reichen fast immer:

1
Motiv

Was ist zu sehen? Konkret: eine Barista giesst Milchschaum in eine Tasse, Nahaufnahme.

2
Stil

Fotorealistisch, Illustration, 3D, minimalistisch. Ohne Angabe entscheidet das Modell, meist generisch.

3
Licht und Stimmung

Warmes Morgenlicht, dunkler Studiohintergrund, freundlich, edel.

4
Format

Hochformat 4:5, Story 9:16, Querformat. Direkt im Prompt oder in den Einstellungen des Werkzeugs.

Beispiel-Prompt: Fotorealistische Nahaufnahme, eine Schreinerin schleift eine Eichenplatte, warmes Werkstattlicht, Sägespäne in der Luft, Hochformat 4:5, keine Schrift im Bild.

Die richtigen Formate je Kanal

Bildformate für die wichtigsten Kanäle (Stand 2026)
Kanal und PlatzierungSeitenverhältnisEmpfohlene Pixel
Instagram Feed4:51080 x 1350
Instagram Story und Reel-Cover9:161080 x 1920
Facebook Feed4:5 oder 1:11080 x 1350 / 1080 x 1080
LinkedIn Beitrag1:1 oder 1.91:11200 x 1200 / 1200 x 627
TikTok9:161080 x 1920
Pinterest2:31000 x 1500

Die Kanäle rechnen kleinere Bilder hoch, und Hochrechnen ist der sichtbarste Qualitätsverlust überhaupt. Erzeuge KI-Bilder deshalb von Anfang an gross genug; mit 2K-Ausgabe bist du für alle Social-Formate auf der sicheren Seite, 4K braucht es für Druck. Genauso wichtig wie die Auflösung ist das Seitenverhältnis von Anfang an: Ein quadratisch erzeugtes Bild auf Story-Format zuzuschneiden kostet fast die Hälfte des Motivs, und der Anschnitt trifft selten die richtige Stelle. Erzeuge das Bild deshalb gleich im Zielformat, oder bei mehreren Kanälen in der grössten benötigten Variante mit genug Luft um das Hauptmotiv, damit der Zuschnitt für die anderen Formate ohne Verlust möglich bleibt.

Branding rein, Text raus

Der häufigste Fehler: Headline und Logo direkt vom Bildmodell ins Bild schreiben lassen. KI-Modelle setzen Schrift unzuverlässig, aus Herbstaktion wird schnell ein Buchstabensalat, und eingebrannter Text lässt sich nie mehr korrigieren, übersetzen oder fürs nächste Format anpassen. Wer den Tippfehler erst nach dem Veröffentlichen sieht, erzeugt das ganze Bild neu und bekommt ein anderes Motiv. Die saubere Arbeitsteilung: Das Modell liefert den textfreien Hintergrund, Headline, Subline, CTA und Logo liegen als bearbeitbare Ebenen darüber. So bleibt jedes Wort korrigierbar, das Design lässt sich in Minuten auf ein zweites Format übertragen, und die Schrift ist gestochen scharf, weil sie gar nie durch das Bildmodell ging.

In publy ist das der Standardweg: Die KI erzeugt den Hintergrund in deinem Look (Farben, Stil und Ton kommen aus deinem Brand-Kit, das publy aus deiner Website liest), Texte und Logo bleiben Ebenen, und das Erstellen ist gratis.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein fiktives, aber typisches Beispiel: Ein Fitnessstudio in einer Kleinstadt will seinen Januar-Kurs bewerben. Eigene Fotos gibt es kaum, und die vorhandenen zeigen den Raum leer und im Neonlicht. Die Inhaberin beschreibt stattdessen, was sie zeigen will: eine kleine Trainingsgruppe bei Morgenlicht, energiegeladen, aber nicht amerikanisch überzeichnet, in den Farben des Studios, Hochformat für die Story und 4:5 für den Feed, ohne Schrift im Bild. Nach drei Varianten sitzt die Stimmung. Headline und Kursdatum legt sie als Textebene darüber, das Logo in die Ecke, fertig sind zwei Formate desselben Designs.

Wichtig ist, was sie nicht tut: Sie erzeugt keine Bilder, die ihr eigenes Studio oder ihre Trainerinnen vortäuschen. Das KI-Bild illustriert die Stimmung des Angebots, die echten Menschen zeigt sie mit echten Fotos, sobald der Kurs läuft, und genau diese Mischung funktioniert. KI-Bilder sind am stärksten dort, wo bisher Stockfotos standen: als Stimmungsträger für Angebote, Themen und Saisonales. Am schwächsten sind sie dort, wo Echtheit der Inhalt ist, beim Team, den Räumen und der wirklichen Arbeit. Wer beides auseinanderhält, bekommt einen Feed, der professionell aussieht und trotzdem ehrlich bleibt.

Die häufigsten Fehler

  • Generische KI-Optik übernehmen: Ohne Stil-, Licht- und Farbangaben liefert jedes Modell denselben glatten Einheitslook. Das eigene Branding im Prompt ist der Unterschied zwischen deinem Bild und irgendeinem Bild.
  • Text vom Modell setzen lassen: Buchstabensalat, schiefe Umlaute, keine Korrekturmöglichkeit. Text gehört als Ebene über das Bild, nie hinein.
  • Zu klein erzeugen und hochrechnen: Der sichtbarste Qualitätsverlust überhaupt. Immer im Zielformat und mindestens in 1080 Pixel Breite erzeugen.
  • Nur noch KI posten: Ein Feed ganz ohne echte Fotos verliert das, was ein KMU-Profil stark macht: die erkennbaren Menschen und Orte. KI ergänzt das Echte, sie ersetzt es nicht.
  • Das erste Ergebnis nehmen: Die zweite und dritte Variante desselben Prompts ist oft deutlich besser. Varianten kosten Sekunden, ein schwaches Bild im Feed steht dagegen wochenlang.

Fast alle diese Fehler verschwinden mit einer einzigen Gewohnheit: dem prüfenden Blick vor dem Veröffentlichen, am besten auf dem Handy, wo das Bild später auch gesehen wird. Stimmen Hände und Proportionen? Passt das Bild neben die letzten fünf Beiträge im Feed? Würde es auch ohne den Begleittext als dein Bild erkennbar sein? Drei Fragen, zehn Sekunden, und die peinlichen Ausrutscher, für die KI-Bilder bekannt geworden sind, bleiben dir erspart.

Rechtliches und Grenzen, kurz

  • Kommerzielle Nutzung: hängt vom Anbieter ab, steht in dessen Nutzungsbedingungen. Vor dem ersten Kampagnenbild einmal prüfen.
  • Kennzeichnung: In der Schweiz besteht Stand 2026 keine generelle gesetzliche Pflicht, KI-Bilder zu kennzeichnen. Einzelne Plattformen kennzeichnen automatisch oder verlangen es in ihren Regeln.
  • Personen und Marken: Keine echten Personen ohne Einwilligung erzeugen, keine fremden Logos und Markenprodukte ins Bild prompten.
  • Hände, Schrift, Physik: klassische Schwachstellen. Immer prüfen, bevor es online geht.

Die Grundregel hinter allen vier Punkten: Ein KI-Bild darf illustrieren, aber nicht täuschen. Eine Stimmung, ein Thema, eine Saison darzustellen ist unproblematisch. Heikel wird es, sobald das Bild etwas Konkretes vorgibt, das es nicht gibt: ein Gericht, das so nie serviert wird, ein Team, das so nicht existiert, ein Resultat, das so nie erzielt wurde. Die Grenze ist dieselbe wie bei jeder Werbung, nur ist sie mit KI schneller überschritten, weil das täuschend echte Bild nur einen Prompt entfernt ist.

Häufige Fragen dazu

Welches KI-Bildmodell ist das beste für Social Media?

Es gibt kein bestes für alles. Fotorealismus, Illustration und Produktdarstellungen gelingen je nach Modell unterschiedlich gut, und die Rangfolge verschiebt sich mit jeder Modellgeneration. Praktischer als der Modellvergleich ist ein Werkzeug, das mehrere Modelle anbietet und dein Branding automatisch anwendet, dann entscheidet das Ergebnis, nicht der Modellname. Wer trotzdem vergleichen will: denselben Prompt in zwei Modellen testen und die Bilder nebeneinander legen.

Was kostet es, KI-Bilder zu erstellen?

Die Spanne reicht von Gratis-Kontingenten bis zu Abos um CHF 10 bis 40 pro Monat bei Bildtools. Gerechnet auf den einzelnen Beitrag sind das Rappenbeträge, verglichen mit Stockfoto-Abos oder Fotografenhonoraren ist der Unterschied deutlich. In publy ist das Erstellen von Designs gratis; KI-Bilder aus den grossen Modellen kosten Credits, und du siehst vor dem Erzeugen, wie viele.

Erkennen Kundinnen und Kunden KI-Bilder?

Generische KI-Optik ja, gut gemachte Bilder im eigenen Branding kaum. Entscheidend ist, ob das Bild zu deiner Marke passt und ehrlich bleibt: Ein KI-Bild, das dein Team oder dein konkretes Produkt vortäuscht, fliegt auf und kostet Vertrauen. Als Stimmungsbild für ein Angebot oder ein Thema eingesetzt, stört ein KI-Bild dagegen niemanden, so wenig wie früher das Stockfoto, nur dass es jetzt zu deinen Farben passt.

Warum sieht mein KI-Bild auf Instagram unscharf aus?

Fast immer zu kleine Auflösung: Der Kanal rechnet das Bild auf seine Anzeigegrösse hoch. Erzeuge mindestens 1080 Pixel Breite im Zielformat, besser 2K, und lade das Original statt eines Screenshots hoch. Auch mehrfaches Speichern und Weiterleiten über Messenger komprimiert Bilder jedes Mal neu; der Weg vom Werkzeug in den Kanal sollte so direkt wie möglich sein.

Kann ich mit KI auch bestehende Fotos verbessern?

Ja, und das ist für KMU oft der unterschätzte Anwendungsfall: Hintergrund aufräumen, Licht korrigieren, ein Bild aufs fehlende Format erweitern. Das eigene, echte Foto mit KI aufwerten schlägt das komplett erzeugte Bild immer dann, wenn Echtheit zählt, also bei Team, Räumen und Produkten. Die Regel bleibt dieselbe: verbessern ja, verfälschen nein.

Wie viele Varianten sollte ich erzeugen, bevor ich mich entscheide?

Als Praxiswert: drei bis fünf Varianten pro Motiv, dann entscheiden. Die erste ist selten die beste, aber ab der fünften beginnt das endlose Feilen, das mehr Zeit kostet als es Qualität bringt. Wähle die stärkste Variante, prüfe sie im Feed-Kontext auf dem Handy, und behalte den Prompt: Ein bewährter Prompt mit kleinen Anpassungen ist der schnellste Weg zum nächsten konsistenten Bild.

Mehr zum Modul dahinter: Design und KI-Bilder bei publy.

Quellen
  1. Suchvolumen Schweiz: DataForSEO Labs, Keyword ki bilder erstellen, abgerufen 8.9.2026
  2. Instagram: Hilfe zu Bildformaten