publy.ch/Fragen/Website
Website

Was kostet eine Website für ein KMU in der Schweiz?

Die kurze Antwort

Eine einfache KMU-Website kostet in der Schweiz bei Agenturen typischerweise CHF 3'000 bis 15'000, bei Freelancern ab etwa CHF 1'500, Baukästen ab rund CHF 20 pro Monat, und KI-Werkzeuge erstellen den ersten Entwurf in Minuten. Der grössere Kostenblock ist aber selten der Bau: Es sind die laufenden Änderungen, die über eine Agentur laufen müssen und pro Anpassung schnell CHF 150 bis 400 kosten. Alle Angaben sind Marktbeobachtungen 2026 und je nach Umfang breit gestreut.

DKDario Kunz, Co-Founder und Tech Lead Aktualisiert am 8. September 2026
Website kostenlos analysieren Der Gratis-Scan prüft KI-Sichtbarkeit, Google-Profil, Website und Branding.

Die vier Wege im Vergleich

Typische Kosten je Weg, einfache Firmenwebsite mit 5 bis 10 Seiten (Marktbeobachtung Schweiz 2026, ohne Gewähr)
WegErstellung einmaligLaufend pro JahrEine Textänderung kostet
AgenturCHF 3'000 bis 15'000CHF 500 bis 3'000 (Wartung, Hosting)CHF 150 bis 400 plus Wartezeit
FreelancerCHF 1'500 bis 6'000CHF 200 bis 1'000CHF 80 bis 200, je nach Verfügbarkeit
Baukasten (selbst)CHF 0 plus die eigene ZeitCHF 200 bis 600 (Abo, Domain)Gratis, aber selbst gemacht
KI-WerkzeugMinuten für den Entwurf, Abo-ModellAbo plus DomainPer Chat beschrieben, sofort umgesetzt

Zur Einordnung der Nachfrage: Die Suche website erstellen lassen hat in der Schweiz rund 720 Anfragen pro Monat, und Anbieter zahlen für einen einzigen Klick auf eine Anzeige teils über CHF 20. So viel ist der Markt überzeugt, dass hier Budget liegt. Für dich als Käufer heisst das zweierlei. Erstens: Die Spannen in der Tabelle sind real, am selben Auftrag können je nach Anbieter mehrere Tausend Franken Unterschied hängen, hole also immer zwei bis drei Offerten ein. Zweitens: Ein Teil dessen, was du bei teuren Anbietern bezahlst, sind deren eigene Akquisekosten, nicht deine Website. Der Preis allein sagt darum wenig über die Qualität; entscheidender sind die Fragen weiter unten zu Eigentum, Änderungsweg und Absprungkosten.

Was den Preis wirklich treibt

  • Anzahl und Individualität der Seiten: 5 Standardseiten oder 30 mit Konfigurator sind zwei Welten
  • Inhalte: Wer Texte und Bilder liefert, spart; wer sie erstellen lässt, zahlt oft die Hälfte des Budgets dafür
  • Funktionen: Shop, Buchungssystem, Mehrsprachigkeit und Schnittstellen kosten jeweils eigenes Geld
  • Betrieb: Hosting, Updates, Sicherheit und Backups sind bei Agenturen Abos, bei Baukästen inklusive

Der unterschätzte Posten in dieser Liste sind die Inhalte. Eine Agentur kann das schönste Gerüst bauen, aber die Texte über deine Leistungen, die Fotos deines Teams und die Antworten auf Kundenfragen kann sie nur mit deiner Zuarbeit erstellen, und diese Zuarbeit wird in Offerten regelmässig vergessen. Das typische Resultat: Das Projekt steht nach vier Wochen technisch, wartet dann aber drei Monate auf Texte, die niemand im Betrieb schreiben mag. Kläre deshalb vor der Unterschrift, wer welche Inhalte liefert und was passiert, wenn sie fehlen. Wer seine Inhalte selbst beisammen hat, verhandelt bei jedem Anbieter bessere Preise, weil der mühsamste Teil schon erledigt ist.

Der versteckte Posten: jede spätere Änderung

Der Kaufpreis ist die halbe Wahrheit. Eine Website lebt von Aktualität: neue Öffnungszeiten, ein neues Teammitglied, ein Angebot, ein Blogbeitrag. Wenn jede dieser Änderungen ein Ticket bei der Agentur ist, passieren zwei Dinge: Es kostet jedes Mal, und, schlimmer, es unterbleibt. Rechne ehrlich nach: Bei nur einer Änderung pro Monat zu CHF 150 bis 400 kommen übers Jahr CHF 1'800 bis 4'800 zusammen, in vielen Fällen mehr als die anteiligen Baukosten. Und die Dunkelziffer ist grösser als die Rechnung: All die kleinen Aktualisierungen, die wegen des Aufwands nie beauftragt werden, stehen auf keiner Rechnung, aber jeder Besucher sieht sie, in Form der Praktikantin, die seit zwei Jahren nicht mehr im Betrieb ist, und des Weihnachtshinweises im März. Veraltete Websites entstehen selten aus Faulheit, sondern aus Reibung.

Gegen diese Reibung hilft kein grösseres Budget, sondern eine Frage vor der Unterschrift: Kann ich einen Text, einen Preis und ein Teammitglied selbst ändern, an einem Dienstagabend, ohne Ticket? Lass dir den Weg mit einer echten Änderung zeigen und miss die Minuten. Und plane den zweiten Teil gleich mit, denn eine aktuelle Website nützt nur, wenn sie gefunden wird: publy misst täglich, ob ChatGPT, Perplexity, Gemini und Claude deinen Betrieb nennen, und schreibt gegen die Lücken Artikel, die direkt in dein bestehendes CMS gehen, nach WordPress, Webflow, Shopify oder per Webhook.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein fiktives, aber typisches Beispiel: Ein Treuhandbüro mit fünf Leuten lässt sich 2021 eine Website bauen, CHF 8'000, solide Arbeit. Danach beginnt die stille Phase: Die Wartungspauschale von CHF 120 pro Monat läuft, aber Änderungen gehen über ein Ticketsystem, kosten je nach Umfang CHF 150 bis 300 und dauern ein bis zwei Wochen. Also unterbleiben sie. 2026 zeigt die Teamseite noch zwei Ehemalige, die Preisliste ist zwei Anpassungen hinterher, und der letzte Aktuelles-Eintrag stammt vom Sommer 2023. Gekostet hat die Website bis dahin über CHF 15'000, gerechnet aus Bau plus fünf Jahren Pauschale plus den wenigen beauftragten Änderungen. Gewirkt hat sie zuletzt gegen den Betrieb: Wer sie besucht, fragt sich, ob das Büro noch auf der Höhe ist.

Die Pointe des Beispiels: Das Problem war nie der Preis von 2021, sondern der Änderungsweg danach. Dasselbe Büro mit einem System, in dem die Büroleiterin eine Teamänderung selbst in zwei Minuten erledigt, hätte für weniger Geld eine Website, die lebt. Genau deshalb gehört die Frage wie ändere ich später einen Text in jedes Verkaufsgespräch, noch vor der Frage nach dem Preis. Lass dir den Änderungsweg live zeigen, mit einer echten Änderung, und miss die Minuten. Diese eine Viertelstunde Prüfung sagt mehr über die nächsten fünf Jahre aus als jede Referenzliste.

Worauf du bei jedem Angebot achten solltest

  • Eigentum: Domain und Inhalte gehören dir, nicht der Agentur. Das muss im Vertrag stehen.
  • Absprungkosten: Was kostet der Wechsel, wenn du gehst? Proprietäre Systeme sind goldene Käfige.
  • Änderungsweg: Wer ändert Texte, wie schnell, zu welchem Preis? Vor dem Kauf ausprobieren.
  • Messbarkeit: Zugang zu Search Console und Statistiken gehört dir, nicht dem Dienstleister.

Der wichtigste dieser Punkte ist das Eigentum an der Domain, weil er im Streitfall alle anderen schlägt. Ist die Domain auf die Agentur registriert, gehört dir im Ernstfall die Adresse nicht, unter der dich deine Kundschaft kennt, und der Anbieter sitzt bei jeder Verhandlung am längeren Hebel. Die Prüfung dauert eine Minute: Ein Blick in die Registrierungsdaten zeigt, auf wen die Domain läuft. Steht dort nicht dein Betrieb, ist die Umschreibung die erste Amtshandlung, unabhängig davon, für welchen Weg du dich beim nächsten Projekt entscheidest. Seriöse Anbieter erledigen das ohne Diskussion; wer sich dagegen sträubt, hat dir gerade die wichtigste Auskunft über die Zusammenarbeit gegeben.

Häufige Fragen dazu

Reicht ein Baukasten für ein KMU?

Für eine Visitenkarten-Website oft ja. Grenzen kommen bei Individualität, Mehrsprachigkeit und SEO-Feinheiten. Der wahre Preis des Baukastens ist die eigene Zeit, und die wird meist unterschätzt: Was in der Werbung nach einem Wochenende klingt, sind mit Einarbeitung, Texten und Bildern schnell mehrere Arbeitstage. Wer diese Zeit zum eigenen Stundensatz rechnet, landet oft nahe bei einer Freelancer-Offerte.

Was kostet die laufende Pflege einer Website?

Bei Agenturen typischerweise CHF 50 bis 250 pro Monat für Wartung und Hosting, Änderungen extra. Bei Baukästen und KI-Werkzeugen ist die Pflege im Abo, die Arbeit machst du selbst, per Klick oder per Chat. Vergleiche deshalb nie nur die Monatsbeträge, sondern rechne die erwarteten Änderungen mit ein: Eine tiefe Pauschale mit teuren Tickets kann übers Jahr teurer sein als ein höheres Abo, in dem alles drin ist.

Kann eine KI wirklich eine ganze Website erstellen?

Den ersten kompletten Entwurf ja, in Minuten, inklusive Texten aus deiner Firmenbeschreibung. Gut wird die Seite durch deine Korrekturen danach: echte Bilder, echte Referenzen, dein Ton. Rechne für dieses Verfeinern einen bis zwei Feierabende, nicht Wochen. Die KI ersetzt den Start-Aufwand, nicht deine Kenntnis des eigenen Betriebs, und genau diese Arbeitsteilung macht den Weg so viel günstiger als den klassischen.

Sollte ich meine bestehende Website neu bauen oder übernehmen?

Wenn Inhalt und Struktur stimmen und nur Pflege und Tempo das Problem sind: übernehmen, und zwar in ein System, in dem du Texte selbst änderst, ohne Ticket. Dann bleibt alles Vertraute erhalten und nur die Reibung verschwindet. Neu bauen lohnt sich, wenn Positionierung oder Struktur grundsätzlich nicht mehr passen, denn dann würdest du mit der Übernahme nur ein veraltetes Konzept schneller pflegen.

Warum sind die Preisunterschiede zwischen Agenturen so gross?

Weil hinter demselben Wort Website sehr verschiedene Leistungen stecken: Strategie-Workshops, Design von Grund auf, Texterstellung, Fotografie, SEO-Grundlagen, Projektleitung. Eine Offerte über CHF 12'000 kann all das enthalten, eine über CHF 4'000 nur die Umsetzung eines Templates. Vergleichbar werden Offerten erst, wenn du sie in Positionen zerlegst und bei Unklarheiten nachfragst. Misstraue Pauschalen ohne Leistungsbeschrieb in beide Richtungen.

Welche laufenden Fixkosten hat jede Website, egal welcher Weg?

Drei Posten kommen immer vor: die Domain (typischerweise um CHF 10 bis 20 pro Jahr für eine .ch-Adresse), das Hosting oder Abo, und der Zeitaufwand für Aktualität. Dazu kommt bei eigenem CMS die Pflicht zu Updates und Backups, die bei Baukästen und KI-Werkzeugen der Anbieter übernimmt. Wer diese Posten beim Vergleich der Wege von Anfang an mitrechnet, erlebt keine Überraschungen im zweiten Jahr.

Mehr zum Modul dahinter: KI-Sichtbarkeit bei publy.

Quellen
  1. Nachfrage und Klickpreise: DataForSEO Labs, Keyword website erstellen lassen, Schweiz, abgerufen 8.9.2026