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Was kostet Social-Media-Betreuung in der Schweiz?

Die kurze Antwort

Social-Media-Betreuung kostet in der Schweiz bei Agenturen typischerweise CHF 800 bis 3'000 pro Monat, bei Freelancern ab etwa CHF 500, und Software mit KI übernimmt dieselbe Grundarbeit ab unter CHF 100 pro Monat. Entscheidend ist, was drinsteckt: Strategie, Produktion, Planung, Antworten und Auswertung. Wer nur das Posten einkauft, bezahlt den teuersten Teil selbst weiter: das Nachdenken. Alle Angaben sind Marktbeobachtungen 2026 und je nach Umfang breit gestreut.

DKDario Kunz, Co-Founder und Tech Lead Aktualisiert am 8. September 2026
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Die drei Modelle im Vergleich

Typische Kosten und Leistung je Modell (Marktbeobachtung Schweiz 2026, ohne Gewähr)
ModellPro MonatWas üblicherweise drin istFür wen
AgenturCHF 800 bis 3'000 und mehrStrategie, Redaktionsplan, Produktion, Planung, teils Community und ReportWer Budget hat und alles abgeben will
FreelancerCHF 500 bis 1'500Produktion und Planung, Umfang stark personenabhängigWer eine feste Bezugsperson will
Software mit KIunter CHF 100 bis wenige HundertErstellung, Monatsplanung, Veröffentlichung, Antwortvorschläge, im SelbstbetriebWer die Kontrolle behalten und wenig zahlen will

Zur Einordnung: Die Suchbegriffe rund um Betreuung und Agenturen sind in der Schweiz stark umkämpft, für einen Klick auf eine Anzeige zu social media agentur zürich zahlen Anbieter teils über CHF 16. Diese Akquisekosten stecken am Ende in den Pauschalen. Die Spannen in der Tabelle sind zudem bewusst breit, weil hinter demselben Wort Betreuung sehr Verschiedenes steckt: Eine Pauschale von CHF 800 kann vier Beiträge pro Monat ohne Community-Arbeit bedeuten, eine von CHF 2'500 einen vollen Redaktionsplan mit Reporting und Antworten innert eines Werktags. Vergleiche deshalb nie die Monatsbeträge, sondern die Stückzahlen und Leistungen dahinter, sonst vergleichst du Äpfel mit Prospekten.

Die Jahresrechnung, nüchtern

Jahreskosten der drei Modelle, Mittelwerte der typischen Spannen
CHF pro Jahr
Agentur (CHF 1'500/Mt. angenommen)rund 18'000
Freelancer (CHF 900/Mt. angenommen)rund 10'800
Software mit KI (CHF 70/Mt. angenommen)rund 840

Die Differenz ist kein Urteil über Agenturen: Eine gute Agentur liefert Strategie und Handwerk, das eine Software nicht ersetzt. Die Frage ist, welchen Teil der Arbeit du wirklich einkaufen musst. Bei den meisten KMU besteht der Monat zu 80 Prozent aus wiederkehrender Produktion und Planung: Beiträge texten, Bilder erstellen, terminieren, veröffentlichen, auf Kommentare reagieren. Genau dieser Teil ist automatisierbar geworden, und zwar in einer Qualität, die vor wenigen Jahren noch Agenturarbeit war. Was übrig bleibt und menschlich bleiben muss, sind die Entscheidungen: die Positionierung, die Freigaben, das Gespür dafür, was zum Betrieb passt. Dieser Anteil kostet dich ein paar Stunden im Monat, nicht ein paar Tausend Franken. Die Jahresrechnung oben zeigt also weniger einen Preisunterschied als eine Verschiebung: Der wiederkehrende Teil ist billig geworden, wertvoll bleibt der Teil, den ohnehin nur du liefern kannst.

Was in jeder Betreuung drin sein muss

  • Ein Plan: welche Themen, welche Frequenz, welche Kanäle, und warum
  • Produktion in deinem Branding: Texte und Bilder, die aussehen wie du, nicht wie die Agentur
  • Verlässliche Veröffentlichung: geplant, nicht wenn Zeit bleibt
  • Reaktionen: Kommentare und Nachrichten werden beantwortet, sonst wirkt der Kanal tot
  • Ein monatlicher Blick auf die Zahlen: was lief, was nicht, was ändern wir
Warnsignal bei Angeboten: Pauschalen, die nur Posten wir für Sie enthalten. Wenn du die Themen, Texte und Bilder weiterhin selbst liefern musst, kaufst du eine Terminfunktion zum Agenturpreis.

Diese fünf Punkte sind auch dein Prüfraster für jedes Angebot, egal aus welchem Modell. Geh eine Offerte Punkt für Punkt durch und markiere, was explizit zugesichert ist, was vage bleibt und was fehlt. Besonders aufschlussreich ist der vierte Punkt: Frag konkret, wer innerhalb welcher Frist auf einen Kommentar oder eine Google-Bewertung reagiert. Viele Pauschalen enden beim Veröffentlichen, und die Reaktionen, also der Teil, den Kundschaft am direktesten spürt, bleiben unadressiert bei dir hängen. Wenn du sie ohnehin selbst übernimmst, gehört das in die Preisverhandlung.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein fiktives, aber typisches Beispiel: Ein Sanitärbetrieb mit fünfzehn Leuten zahlt seit zwei Jahren CHF 1'200 pro Monat für Social-Media-Betreuung. Geliefert werden acht Beiträge pro Monat auf Instagram und Facebook, sauber gestaltet, pünktlich veröffentlicht. Trotzdem wächst das Unbehagen: Die Themen wiederholen sich, die Bilder stammen aus Bildarchiven statt von den Baustellen, und als eine Kundin unter einem Beitrag eine Frage zur Badsanierung stellt, bleibt sie vier Tage unbeantwortet, weil Kommentare nicht in der Pauschale sind. Der Betrieb zahlt CHF 14'400 im Jahr und liefert die Fotos, die Anlässe und die Antworten trotzdem selbst zu, wenn er daran denkt.

Der Wechsel sieht so aus: Die Büroleiterin übernimmt das Thema mit einem KI-gestützten System, der Monat wird in einer Sitzung geplant, die Vorarbeiter schicken Baustellenfotos in eine gemeinsame Ablage, und Kommentar- wie Bewertungsantworten liegen als Vorschläge bereit, sobald etwas hereinkommt. Zeitaufwand: rund drei Stunden pro Monat, Kosten: ein Bruchteil der alten Pauschale. Die Beiträge sind weniger poliert, aber echter, und die Reaktionszeit auf Kommentare sinkt von Tagen auf Stunden. Das Beispiel ist fiktiv, der Mechanismus typisch: Nicht die Agentur war schlecht, sondern der Zuschnitt. Bezahlt wurde Produktion, gefehlt hat Nähe, und Nähe kann keine Pauschale liefern.

Der dritte Weg: System statt Dienstleister

publy ist als dieser dritte Weg gebaut: Das System liest dein Branding aus deiner Website, der Erstellen-Bereich bringt dreiunddreissig Anlässe mit Text und Bild mit, der Kalender veröffentlicht auf acht Kanälen, und für Kommentare und Bewertungen liegen Antwortvorschläge bereit. Die Arbeitsteilung ist dabei bewusst anders als bei einer Agentur: Nicht du lieferst zu und das System entscheidet, sondern das System produziert und du entscheidest. Jede Freigabe bleibt bei dir, jeder Beitrag lässt sich vor dem Einplanen anpassen, und weil du im eigenen Werkzeug arbeitest, gehören dir Zugänge, Inhalte und Daten von Anfang an. Das Erstellen, Vor Ort und der Kalender sind dauerhaft gratis. Bezahlte Module kommen erst dazu, wenn du mehr willst: Automatiken, Kommentar-Verwaltung, KI-Sichtbarkeit, Website und Neukundengewinnung. So wächst die Rechnung mit dem Nutzen statt mit der Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen dazu

Lohnt sich eine Agentur für ein kleines KMU?

Wenn Strategie und Positionierung fehlen, kann eine Agentur genau dort den grössten Wert liefern, auch als einmaliges Projekt: ein Workshop, eine klare Content-Strategie, ein sauber definierter Auftritt. Für die laufende Produktion und Planung ist sie für kleine Budgets selten die effizienteste Lösung. Eine bewährte Kombination ist deshalb: Strategie einmalig einkaufen, den Betrieb danach mit System selbst führen.

Was kostet Social Media, wenn ich alles selbst mache?

Kein Geld, aber Zeit: typischerweise 4 bis 8 Stunden pro Woche für Planung, Produktion, Veröffentlichung und Antworten. Zum eigenen Stundenwert gerechnet ist selbst machen oft das teuerste Modell, und es fällt als Erstes weg, wenn das Geschäft ruft. Genau daraus entstehen die toten Profile mit dem letzten Beitrag von vor vier Monaten, die schlechter wirken als gar kein Profil. Wer selbst machen will, sollte es mit Werkzeugen tun, die den Wochenaufwand auf einen Monatsaufwand eindampfen.

Kann KI die Betreuung wirklich übernehmen?

Die wiederkehrende Arbeit ja: Texte, Bilder, Monatsplanung, Terminierung, Antwortvorschläge. Die Entscheidungen bleiben bei dir: Freigaben, Tonalität, was zum Betrieb passt. Gute Systeme sind deshalb als Autopilot mit Freigabe gebaut, nicht als Blackbox: Du siehst jeden Beitrag, bevor er erscheint, und kannst eingreifen. Skeptisch sein solltest du bei Angeboten, die volle Automatik ohne jede Kontrolle versprechen, denn im Namen deines Betriebs sollte nichts erscheinen, das niemand angeschaut hat.

Wie erkenne ich ein faires Betreuungsangebot?

Es nennt konkrete Leistungen mit Stückzahlen (Anzahl Beiträge, Kanäle, Reaktionszeit für Antworten), es gehört dir (Zugänge und Inhalte bleiben bei dir), und es hat eine Kündigungsfrist von höchstens drei Monaten. Misstraue Jahresverträgen mit automatischer Verlängerung und Angeboten, die keine Stückzahlen nennen. Und verlange Referenzprofile: Drei Monate durch den Feed eines bestehenden Kunden zu scrollen sagt mehr als jede Präsentation.

Mit welchem Budget sollte ein KMU einsteigen?

Klein anfangen und erst nach bewiesenem Nutzen aufstocken. Sinnvoll ist der Einstieg über die Gratis- oder Tiefpreisstufe eines Software-Modells, um Frequenz und Routine aufzubauen; das kostet ausser Zeit fast nichts. Erst wenn die Grundpräsenz steht und die Grenzen sichtbar werden, lohnt sich die Frage nach mehr Budget für Reichweite, Werbung oder punktuelle Agenturleistung. Der umgekehrte Weg, gross starten und nach sechs Monaten ernüchtert kündigen, ist der teuerste.

Welche versteckten Kosten sollte ich einrechnen?

Drei Posten tauchen in kaum einer Offerte auf: dein eigener Zeitaufwand für Zulieferung und Abstimmung, der auch beim Vollservice nie null ist; Werbebudget, falls Beiträge beworben werden sollen, denn das läuft immer separat über dein Werbekonto; und die Wechselkosten am Ende, wenn Zugänge, Vorlagen oder Bildrechte beim Dienstleister liegen. Alle drei lassen sich vertraglich klären, aber nur, wenn du vor der Unterschrift danach fragst.

Mehr zum Modul dahinter: Social Media Autopilot bei publy.

Quellen
  1. Klickpreise und Nachfrage: DataForSEO Labs, Schweiz, abgerufen 8.9.2026