Die Wege im Überblick
| Weg | Kostet einmalig | Deine Zeit | Passt wenn |
|---|---|---|---|
| Baukasten, selbst | CHF 0, Abo ab rund CHF 20 pro Monat | Viele Abende, ehrlich gerechnet | Budget klein, Anspruch pragmatisch, Freude am Basteln |
| Freelancer | typischerweise CHF 1'500 bis 6'000 | Briefing und Feedback | Feste Bezugsperson gewünscht, Budget mittel |
| Agentur | typischerweise CHF 3'000 bis 15'000 | Briefing, Sitzungen, Abnahmen | Hoher Anspruch, Konzept und Marke inklusive |
| KI-Werkzeug | Entwurf in Minuten, Abo-Modell | Prüfen und verfeinern statt bauen | Schnell live, danach laufend selbst ändern |
Die Nachfrage zeigt beide Bewegungen: website erstellen lassen wird in der Schweiz rund 720 Mal pro Monat gesucht, ki website erstellen bereits rund 90 Mal. Der klassische Weg dominiert noch, der dritte ist da. Wichtig beim Lesen der Tabelle: Die Spalten Kostet und Deine Zeit gehören zusammen. Der Baukasten sieht mit CHF 0 Einmalkosten am günstigsten aus und ist es nur für Menschen, deren Abende nichts kosten, während die Agentur teuer wirkt und für einen ausgelasteten Betrieb mit hohem Stundenwert die rationalste Wahl sein kann. Es gibt keinen objektiv besten Weg, nur den passenden zur eigenen Zeit, zum eigenen Anspruch und zur Frage, wie oft sich die Inhalte künftig ändern.
Der Entscheid in vier Fragen
Öffnungszeiten, Team, Angebote, Aktuelles: Ändert sich monatlich etwas, ist der Änderungsweg wichtiger als der Baupreis. Jede Änderung über Dritte kostet typischerweise CHF 80 bis 400 und, schlimmer, Wartezeit.
Der unterschätzte Posten auf jedem Weg. Wer Inhalte liefern kann, spart auf allen Wegen; wer sie erstellen lässt, zahlt bei Agenturen oft die Hälfte des Budgets genau dafür.
Ein Baukasten-Projekt kostet schnell 40 und mehr eigene Stunden. Zum eigenen Stundenwert gerechnet ist selbst bauen oft teurer als machen lassen.
Die häufigste Ruine ist die schöne Agentur-Website, die niemand mehr anfasst, weil jede Änderung ein Ticket ist. Plane den Betrieb, nicht nur den Bau.
Die vier Fragen ersetzen keine Offerte, aber sie sortieren das Feld, bevor Offerten eingeholt werden: Wer bei Frage eins bei monatlichen Änderungen landet, streicht alle Wege, auf denen Ändern über Dritte läuft. Wer bei Frage zwei merkt, dass weder Texte noch Bilder vorhanden sind, plant diesen Posten auf jedem Weg ein, statt ihn bei der günstigsten Offerte zu übersehen. Und wer die Fragen gemeinsam mit einer zweiten Person aus dem Betrieb durchgeht, entdeckt die ehrlichen Antworten schneller, denn die Selbstüberschätzung bei der eigenen verfügbaren Zeit ist bei diesem Thema der Klassiker: Der Abend, an dem an der Website gebaut werden sollte, gehört nach einem vollen Arbeitstag erfahrungsgemäss dem Sofa.
Der versteckte Posten auf jedem Weg
Der Baupreis ist die halbe Wahrheit, die Änderungsreibung die andere: Veraltete Websites entstehen selten aus Faulheit, sondern weil jede Anpassung Geld, ein Ticket oder einen freien Abend kostet. Die Rechnung über fünf Jahre macht es sichtbar: Eine Website lebt von Dutzenden kleinen Änderungen, neue Mitarbeiterin, neue Preise, geänderte Öffnungszeiten, ein neues Angebot, und wenn jede davon typischerweise CHF 80 bis 400 über Dritte kostet (Marktbeobachtung Schweiz 2026, ohne Gewähr), übersteigt die Pflege den Baupreis irgendwann still und leise. Schlimmer als die Kosten ist der Effekt auf das Verhalten: Wenn Ändern wehtut, wird nicht mehr geändert, und die Seite friert auf dem Stand des Abnahmetags ein. Beim Entscheid zählt deshalb die Frage, wie sich die Seite an einem normalen Dienstag ändern lässt: selbst und sofort, oder über jemanden mit Warteschlange.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein fiktives, aber typisches Beispiel: Eine Malerin lässt sich zur Gründung eine Website von einer Agentur bauen, sauber und schön, für typischerweise CHF 6'000 (Marktbeobachtung Schweiz 2026, ohne Gewähr). Drei Jahre später erzählt die Seite ein anderes Geschäft als das echte: Zwei Mitarbeitende sind neu, die Preise haben zweimal geändert, der Schwerpunkt hat sich von Neubauten zu Renovationen verschoben. Geändert wurde nie etwas, denn jede Anpassung lief über ein Ticket bei der Agentur, und für einen neuen Namen im Team ein Ticket zu eröffnen, fühlte sich jedes Mal zu klein an, bis sich zu viel angestaut hatte.
Der Punkt des Beispiels ist nicht, dass die Agentur schlecht war, die Website war ihr Geld beim Bau wert. Der Fehler lag im fehlenden Plan für den Betrieb danach: Niemand hatte festgelegt, wer kleine Änderungen macht und was sie kosten dürfen. Beim nächsten Schritt entscheidet sich die Malerin deshalb zuerst für den Änderungsweg und erst dann für den Bauweg: Die Seite muss an einem Dienstagabend in fünf Minuten einen neuen Teamnamen lernen können, ohne Ticket. Welcher der drei Wege das leistet, war am Ende die ganze Entscheidung.
Was nach dem Bau entscheidet
Welchen Weg du nimmst, entscheidet sich beim Bau. Ob die Website etwas bringt, entscheidet sich danach, und dafür gehören zwei Punkte in jedes Gespräch vor der Unterschrift. Erstens der Änderungsweg: Lass dir eine echte Änderung live zeigen und miss die Minuten. Zweitens die Sichtbarkeit, denn gesucht wird längst nicht mehr nur bei Google. Den zweiten Punkt übernimmt publy: Es stellt ChatGPT, Perplexity, Gemini und Claude täglich die Fragen deiner Kundschaft, zeigt dir, wo dein Betrieb fehlt, und schreibt gegen die Lücken Artikel, die direkt in dein bestehendes CMS gehen, nach WordPress, Webflow, Shopify oder per Webhook.
Häufige Fragen dazu
Ist eine Baukasten-Website schlechter für Google?
Nicht grundsätzlich: Google bewertet Inhalt, Struktur und Tempo, nicht das Werkzeug. In der Praxis scheitern Baukasten-Seiten eher an dünnen Inhalten und fehlender Pflege als an der Technik. Eine gepflegte Baukasten-Seite schlägt eine verwaiste Agentur-Seite.
Was muss ich liefern, wenn ich erstellen lasse?
Mehr als die meisten denken: Positionierung, Texte oder zumindest Rohmaterial, Bilder, Referenzen, rechtliche Angaben. Agenturen können das übernehmen, aber es kostet entsprechend. Die Website wird so gut wie das Material über deinen Betrieb.
Kann ich meine bestehende Website in ein KI-Werkzeug übernehmen?
Die meisten können eine bestehende Seite einlesen, wie originalgetreu, unterscheidet sich stark: Lass dir das Ergebnis mit deiner echten Adresse zeigen, bevor du dich entscheidest. Die Übernahme lohnt sich, wenn Inhalt und Struktur stimmen und nur Pflege und Tempo das Problem sind. Bei grundsätzlich falscher Positionierung ist neu bauen der ehrlichere Weg.
Wie lange dauert der Bau auf jedem Weg?
Baukasten: je nach eigener Zeit Tage bis Monate. Freelancer und Agentur: typischerweise vier bis zwölf Wochen ab Briefing, abhängig von Feedbackrunden. KI-Werkzeug: der erste Entwurf in Minuten, live nach so vielen Verfeinerungsrunden, wie du willst.
Was muss mir bei jedem Weg gehören?
Vier Dinge, schriftlich festgehalten: die Domain (auf deinen Namen registriert, nicht auf den des Dienstleisters), die Inhalte (Texte und Bilder), die Zugänge (Hosting, Verwaltung, Statistik) und die Bewertungs- und Firmenprofile, die mit der Seite verknüpft sind. Wer das beim Start klärt, kann jeden Weg später verlassen, ohne bei null zu beginnen. Wer es nicht klärt, merkt es genau dann, wenn der Dienstleister nicht mehr erreichbar oder die Beziehung zerrüttet ist.
Lohnt sich ein Wartungsvertrag mit der Agentur?
Für Technik ja, für Inhalte selten: Updates, Sicherungen und Erreichbarkeit sind gut aufgehoben in einer Pauschale, denn dort geht es um Verlässlichkeit, nicht um Tempo. Inhaltliche Änderungen dagegen sind genau die Arbeit, die im Alltag sofort passieren muss und über ein Ticketsystem zu langsam wird. Die beste Kombination für viele KMU: Technik beim Profi, Inhalte in eigener Hand, über ein Werkzeug, das Ändern ohne Fachwissen erlaubt.
Mehr zum Modul dahinter: KI-Sichtbarkeit bei publy.