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Welche Seiten braucht eine KMU-Website?

Die kurze Antwort

Fünf Seiten tragen jede KMU-Website: Startseite, Angebot, Über uns, Referenzen und Kontakt. Dazu kommt je eine eigene Seite pro Kernleistung, denn gesucht und von KI-Assistenten zitiert wird die konkrete Leistung, nicht die Sammelseite. Impressum und Datenschutzerklärung gehören in der Schweiz als Pflichtteil dazu. Mehr Seiten sind kein Qualitätsmerkmal: Fünf gepflegte schlagen zwanzig verwaiste.

DKDario Kunz, Co-Founder und Tech Lead Aktualisiert am 8. September 2026
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Das Gerüst: fünf Seiten mit je einer Aufgabe

Jede Seite hat genau eine Aufgabe
SeiteAufgabeDas Wichtigste darauf
StartseiteIn 5 Sekunden klären: was, für wen, woEin Satz zum Angebot, ein Beleg (Bewertungen), ein nächster Schritt
Angebot / LeistungenDen Überblick geben und zu den Leistungsseiten führenLeistungen als Liste mit Links, keine Prosa-Wand
Über unsVertrauen: wer dahinterstecktEchte Gesichter mit Namen, Werdegang, keine Stockfotos
Referenzen / ArbeitenBeweisen statt behauptenKonkrete Projekte mit Bildern, Zahlen und Kundenstimmen
KontaktDie Anfrage so leicht wie möglich machenFormular mit 3 bis 5 Feldern, Telefon, Adresse, Antwortzeit-Versprechen
Pflichtteil in der Schweiz: Impressum und Datenschutzerklärung. Beides gehört in den Footer, erreichbar von jeder Seite.

Der Hebel: eine Seite pro Kernleistung

Der grösste Unterschied zwischen einer Visitenkarten-Website und einer, die Anfragen bringt, sind die Leistungsseiten. Gesucht wird nicht Gartenbau Muster, sondern sitzplatz pflästern oder heckenschnitt preis: Jede Kernleistung braucht ihre eigene Seite, die genau diese Suche beantwortet, mit Ablauf, Preisrahmen und Beispielen. Dieselben Seiten sind es, die KI-Assistenten zitieren, wenn jemand nach der Leistung in deiner Region fragt.

Als Faustregel: drei bis sieben Leistungsseiten für die Angebote, die Geld bringen. Nicht für jede Nebentätigkeit eine, sonst verdünnt sich die Pflege.

Die Baureihenfolge

1
Kontakt und Startseite zuerst

Der Weg zur Anfrage muss vom ersten Tag an funktionieren. Eine Startseite mit klarem Satz und Formular ist eine brauchbare Website, alles Weitere ist Ausbau.

2
Die zwei wichtigsten Leistungsseiten

Die Leistungen mit der grössten Nachfrage oder Marge zuerst. Lieber zwei gute als sieben halbe.

3
Referenzen und Über uns

Beweise und Gesichter nachziehen, sobald Material da ist: Fotos von echten Projekten, echte Kundenstimmen.

4
Danach laufend statt einmalig

Weitere Leistungsseiten, Antworten auf Kundenfragen, Aktuelles. Eine Website ist ein Bestand, der wächst, kein Projekt, das endet.

Die häufigsten Fehler beim Seitenplan

  • Alles auf eine Seite packen: Onepager sind schnell gebaut und schwer auffindbar, weil keine Seite ein spezifisches Thema besetzt
  • Wir-über-uns-Sprache: Seiten aus Firmensicht (unsere Philosophie) statt aus Kundensicht (was Sie bekommen)
  • Kein nächster Schritt: Seiten, die informieren, aber nirgends zur Anfrage führen
  • Seiten auf Vorrat: leere Rubriken wie News mit einem Eintrag von 2023 schaden mehr als ihr Fehlen

Vom Seitenplan zur fertigen Website

Mit dem Plan ist die Hälfte getan, die andere Hälfte ist Bauen und Pflegen. In publy entsteht genau diese Struktur aus einer Beschreibung deines Betriebs, oder deine bestehende Website wird importiert und neu geordnet. Danach änderst und erweiterst du per Chat: neue Leistungsseite, neues Teammitglied, neuer Preis, auf das Element zeigen und sagen, was anders soll. So bleibt der Seitenplan lebendig, statt am Bautag einzufrieren.

Häufige Fragen dazu

Brauche ich einen Blog?

Kein Muss, aber der natürliche Ort für Antworten auf Kundenfragen, und genau die zahlen auf Suche und KI-Sichtbarkeit ein. Die ehrliche Bedingung: nur anfangen, wenn regelmässig etwas kommt. Ein Blog mit drei alten Einträgen wirkt schlechter als keiner.

Brauche ich eine eigene Preisseite?

Zumindest Preisrahmen gehören auf die Leistungsseiten: ab CHF X oder eine Spanne. Wer Preise ganz versteckt, verliert die Anfragen der Menschen, die nicht anrufen wollen, ohne eine Grössenordnung zu kennen. Transparenz filtert zudem die falschen Anfragen weg.

Wie viele Seiten sind zu viele?

Zu viele sind alle, die niemand pflegt. Das Gerüst plus drei bis sieben Leistungsseiten plus wachsende Antwortseiten ist für die meisten KMU das gesunde Mass. Jede Seite braucht eine Aufgabe und eine Person, die sie aktuell hält.

Was gehört auf die Startseite, wenn ich mehrere Zielgruppen habe?

Die Startseite nennt das gemeinsame Dach und führt dann pro Zielgruppe auf eine eigene Seite. Der Fehler ist, allen alles gleichzeitig zu sagen: Dann fühlt sich niemand angesprochen. Verzweigen ist besser als vermischen.

Mehr zum Modul dahinter: Website bei publy.

Quellen
  1. Google Search Central: Dokumentation fuer Website-Betreiber
  2. Schema.org: LocalBusiness und Service