Das Gerüst: fünf Seiten mit je einer Aufgabe
| Seite | Aufgabe | Das Wichtigste darauf |
|---|---|---|
| Startseite | In 5 Sekunden klären: was, für wen, wo | Ein Satz zum Angebot, ein Beleg (Bewertungen), ein nächster Schritt |
| Angebot / Leistungen | Den Überblick geben und zu den Leistungsseiten führen | Leistungen als Liste mit Links, keine Prosa-Wand |
| Über uns | Vertrauen: wer dahintersteckt | Echte Gesichter mit Namen, Werdegang, keine Stockfotos |
| Referenzen / Arbeiten | Beweisen statt behaupten | Konkrete Projekte mit Bildern, Zahlen und Kundenstimmen |
| Kontakt | Die Anfrage so leicht wie möglich machen | Formular mit 3 bis 5 Feldern, Telefon, Adresse, Antwortzeit-Versprechen |
Der Hebel: eine Seite pro Kernleistung
Der grösste Unterschied zwischen einer Visitenkarten-Website und einer, die Anfragen bringt, sind die Leistungsseiten. Gesucht wird nicht Gartenbau Muster, sondern sitzplatz pflästern oder heckenschnitt preis: Jede Kernleistung braucht ihre eigene Seite, die genau diese Suche beantwortet, mit Ablauf, Preisrahmen und Beispielen. Dieselben Seiten sind es, die KI-Assistenten zitieren, wenn jemand nach der Leistung in deiner Region fragt.
Als Faustregel: drei bis sieben Leistungsseiten für die Angebote, die Geld bringen. Nicht für jede Nebentätigkeit eine, sonst verdünnt sich die Pflege.
Die Baureihenfolge
Der Weg zur Anfrage muss vom ersten Tag an funktionieren. Eine Startseite mit klarem Satz und Formular ist eine brauchbare Website, alles Weitere ist Ausbau.
Die Leistungen mit der grössten Nachfrage oder Marge zuerst. Lieber zwei gute als sieben halbe.
Beweise und Gesichter nachziehen, sobald Material da ist: Fotos von echten Projekten, echte Kundenstimmen.
Weitere Leistungsseiten, Antworten auf Kundenfragen, Aktuelles. Eine Website ist ein Bestand, der wächst, kein Projekt, das endet.
Die häufigsten Fehler beim Seitenplan
- Alles auf eine Seite packen: Onepager sind schnell gebaut und schwer auffindbar, weil keine Seite ein spezifisches Thema besetzt
- Wir-über-uns-Sprache: Seiten aus Firmensicht (unsere Philosophie) statt aus Kundensicht (was Sie bekommen)
- Kein nächster Schritt: Seiten, die informieren, aber nirgends zur Anfrage führen
- Seiten auf Vorrat: leere Rubriken wie News mit einem Eintrag von 2023 schaden mehr als ihr Fehlen
Vom Seitenplan zur fertigen Website
Mit dem Plan ist die Hälfte getan, die andere Hälfte ist Bauen und Pflegen. In publy entsteht genau diese Struktur aus einer Beschreibung deines Betriebs, oder deine bestehende Website wird importiert und neu geordnet. Danach änderst und erweiterst du per Chat: neue Leistungsseite, neues Teammitglied, neuer Preis, auf das Element zeigen und sagen, was anders soll. So bleibt der Seitenplan lebendig, statt am Bautag einzufrieren.
Häufige Fragen dazu
Brauche ich einen Blog?
Kein Muss, aber der natürliche Ort für Antworten auf Kundenfragen, und genau die zahlen auf Suche und KI-Sichtbarkeit ein. Die ehrliche Bedingung: nur anfangen, wenn regelmässig etwas kommt. Ein Blog mit drei alten Einträgen wirkt schlechter als keiner.
Brauche ich eine eigene Preisseite?
Zumindest Preisrahmen gehören auf die Leistungsseiten: ab CHF X oder eine Spanne. Wer Preise ganz versteckt, verliert die Anfragen der Menschen, die nicht anrufen wollen, ohne eine Grössenordnung zu kennen. Transparenz filtert zudem die falschen Anfragen weg.
Wie viele Seiten sind zu viele?
Zu viele sind alle, die niemand pflegt. Das Gerüst plus drei bis sieben Leistungsseiten plus wachsende Antwortseiten ist für die meisten KMU das gesunde Mass. Jede Seite braucht eine Aufgabe und eine Person, die sie aktuell hält.
Was gehört auf die Startseite, wenn ich mehrere Zielgruppen habe?
Die Startseite nennt das gemeinsame Dach und führt dann pro Zielgruppe auf eine eigene Seite. Der Fehler ist, allen alles gleichzeitig zu sagen: Dann fühlt sich niemand angesprochen. Verzweigen ist besser als vermischen.
Mehr zum Modul dahinter: Website bei publy.