Was ist ROAS?
ROAS steht für Return on Ad Spend und misst, wie viel Umsatz pro investiertem Werbefranken erzielt wurde. Die Formel ist einfach:
`ROAS = Umsatz aus Kampagne / Werbekosten`
Beispiel: Eine Kampagne kostet CHF 1'000 und generiert CHF 4'500 Umsatz — ROAS = 4,5 (oder 450%). Im Gegensatz zum ROI (Return on Investment), der Gewinn nach allen Kosten misst, ist ROAS auf die reine Werbeausgabe fokussiert und damit ein taktischer Steuerungsparameter für Marketing-Teams.
Was ist ein guter ROAS?
Ein "guter" ROAS hängt stark von der Branche ab:
| Branche | Typischer ROAS | Break-Even ROAS | |---------|---------------|-----------------| | E-Commerce (Marge 30%) | 4–6x | 3,3x | | SaaS (Marge 80%) | 2–3x | 1,25x | | Mode & Lifestyle | 3–5x | 2,5x | | Lokale Dienstleistungen | 5–10x | variabel | | Hochpreisige Beratung | 2–4x | variabel |
Die Faustregel: ROAS muss mindestens 1 / Bruttomarge sein, um profitabel zu sein. Bei 30% Marge heisst das: ROAS ≥ 3,33.
Warum ROAS allein nicht reicht
ROAS ist ein mächtiger, aber lückenhafter Indikator. Drei Limitierungen:
- Keine Lifetime Value: ROAS rechnet nur den Erstkauf — ignoriert wiederkehrende Käufe
- Keine Fixkosten: Produktkosten, Versand, Steuern fliessen nicht ein
- Attribution-Probleme: Welche Kampagne hat den Verkauf wirklich ausgelöst?
Deshalb ergänzen reife Marketing-Teams ROAS mit CAC (Customer Acquisition Cost), LTV (Lifetime Value) und POAS (Profit on Ad Spend).
ROAS-Benchmarks pro Kanal (2025)
Laut Wordstream Ad Benchmarks:
- Google Shopping: ROAS 4–8x
- Meta Ads (E-Commerce): ROAS 3–5x
- TikTok Ads: ROAS 2–4x (wachsend)
- LinkedIn Ads (B2B): ROAS 1–3x, dafür höherer Deal-Value
Diese Werte gelten für reife, optimierte Kampagnen. In den ersten 30 Tagen sind 30–50% dieser Werte normal — die Lernphase braucht Zeit.
ROAS verbessern: konkrete Hebel
Um den ROAS zu steigern, gibt es vier Hebel:
- Conversion Rate erhöhen (Landing Page, Trust-Signale, Checkout-Optimierung)
- Average Order Value steigern (Bundles, Upsells, kostenloser Versand ab X)
- Cost per Click senken (bessere Creatives, präziseres Targeting, höherer Quality Score)
- Auf profitable Zielgruppen/Keywords skalieren — nicht auf breite Audiences
ROAS-Optimierung mit Creative-Varianten
Der grösste Hebel ist in 80% der Fälle das Creative. Laut einer Meta-Studie (2024) verändern verschiedene Creative-Varianten den ROAS um bis zu 270%. Die Praxis-Empfehlung: 3–5 Creative-Varianten pro Kampagne, nach 7 Tagen die schlechtesten 50% pausieren, neue Varianten testen.
ROAS-Tracking richtig aufsetzen
Um ROAS sauber zu messen, braucht es:
- Meta Pixel / Google Tag Manager korrekt implementiert
- Conversions API (CAPI) für Server-seitiges Tracking (wichtig seit iOS 14)
- UTM-Parameter in allen Links
- Enhanced Conversions bei Google Ads
- Regelmässige Abgleiche mit Shopify/WooCommerce/CRM-Daten
ROAS in B2B und Dienstleistung
Bei B2B und Dienstleistungen mit langen Verkaufszyklen greift ROAS zu kurz — hier wird oft auf MQL-ROAS (Marketing Qualified Leads) oder Pipeline-ROAS gewechselt. Wichtiger Grundsatz: Tracke bis zum tatsächlichen Umsatz, nicht nur bis zum Lead.
Creative-basierter ROAS-Boost mit publy.ch
Da Creatives den grössten Einfluss auf ROAS haben, lohnt es sich, systematisch neue Varianten zu testen. Mit publy.ch generierst du Dutzende Creative-Varianten für Meta, Google, TikTok und LinkedIn in wenigen Minuten — ohne Design-Team, markenkonform und in allen Formaten.