ROAS (Return on Ad Spend)

Kennzahl, die den Umsatz ins Verhältnis zu den Werbekosten setzt — zentraler Effizienz-Indikator für Paid-Kampagnen.

PB
Patrick Bartsch · Co-Founder & Creative Director, Publy
Aktualisiert am 1. Januar 2026

Was ist ROAS?

ROAS steht für Return on Ad Spend und misst, wie viel Umsatz pro investiertem Werbefranken erzielt wurde. Die Formel ist einfach:

`ROAS = Umsatz aus Kampagne / Werbekosten`

Beispiel: Eine Kampagne kostet CHF 1'000 und generiert CHF 4'500 Umsatz — ROAS = 4,5 (oder 450%). Im Gegensatz zum ROI (Return on Investment), der Gewinn nach allen Kosten misst, ist ROAS auf die reine Werbeausgabe fokussiert und damit ein taktischer Steuerungsparameter für Marketing-Teams.

Was ist ein guter ROAS?

Ein "guter" ROAS hängt stark von der Branche ab:

| Branche | Typischer ROAS | Break-Even ROAS | |---------|---------------|-----------------| | E-Commerce (Marge 30%) | 4–6x | 3,3x | | SaaS (Marge 80%) | 2–3x | 1,25x | | Mode & Lifestyle | 3–5x | 2,5x | | Lokale Dienstleistungen | 5–10x | variabel | | Hochpreisige Beratung | 2–4x | variabel |

Die Faustregel: ROAS muss mindestens 1 / Bruttomarge sein, um profitabel zu sein. Bei 30% Marge heisst das: ROAS ≥ 3,33.

Warum ROAS allein nicht reicht

ROAS ist ein mächtiger, aber lückenhafter Indikator. Drei Limitierungen:

  1. Keine Lifetime Value: ROAS rechnet nur den Erstkauf — ignoriert wiederkehrende Käufe
  2. Keine Fixkosten: Produktkosten, Versand, Steuern fliessen nicht ein
  3. Attribution-Probleme: Welche Kampagne hat den Verkauf wirklich ausgelöst?

Deshalb ergänzen reife Marketing-Teams ROAS mit CAC (Customer Acquisition Cost), LTV (Lifetime Value) und POAS (Profit on Ad Spend).

ROAS-Benchmarks pro Kanal (2025)

Laut Wordstream Ad Benchmarks:

  • Google Shopping: ROAS 4–8x
  • Meta Ads (E-Commerce): ROAS 3–5x
  • TikTok Ads: ROAS 2–4x (wachsend)
  • LinkedIn Ads (B2B): ROAS 1–3x, dafür höherer Deal-Value

Diese Werte gelten für reife, optimierte Kampagnen. In den ersten 30 Tagen sind 30–50% dieser Werte normal — die Lernphase braucht Zeit.

ROAS verbessern: konkrete Hebel

Um den ROAS zu steigern, gibt es vier Hebel:

  1. Conversion Rate erhöhen (Landing Page, Trust-Signale, Checkout-Optimierung)
  2. Average Order Value steigern (Bundles, Upsells, kostenloser Versand ab X)
  3. Cost per Click senken (bessere Creatives, präziseres Targeting, höherer Quality Score)
  4. Auf profitable Zielgruppen/Keywords skalieren — nicht auf breite Audiences

ROAS-Optimierung mit Creative-Varianten

Der grösste Hebel ist in 80% der Fälle das Creative. Laut einer Meta-Studie (2024) verändern verschiedene Creative-Varianten den ROAS um bis zu 270%. Die Praxis-Empfehlung: 3–5 Creative-Varianten pro Kampagne, nach 7 Tagen die schlechtesten 50% pausieren, neue Varianten testen.

ROAS-Tracking richtig aufsetzen

Um ROAS sauber zu messen, braucht es:

  • Meta Pixel / Google Tag Manager korrekt implementiert
  • Conversions API (CAPI) für Server-seitiges Tracking (wichtig seit iOS 14)
  • UTM-Parameter in allen Links
  • Enhanced Conversions bei Google Ads
  • Regelmässige Abgleiche mit Shopify/WooCommerce/CRM-Daten

ROAS in B2B und Dienstleistung

Bei B2B und Dienstleistungen mit langen Verkaufszyklen greift ROAS zu kurz — hier wird oft auf MQL-ROAS (Marketing Qualified Leads) oder Pipeline-ROAS gewechselt. Wichtiger Grundsatz: Tracke bis zum tatsächlichen Umsatz, nicht nur bis zum Lead.

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Da Creatives den grössten Einfluss auf ROAS haben, lohnt es sich, systematisch neue Varianten zu testen. Mit publy.ch generierst du Dutzende Creative-Varianten für Meta, Google, TikTok und LinkedIn in wenigen Minuten — ohne Design-Team, markenkonform und in allen Formaten.

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